Wenn Thermotransfer auf Heißprägung trifft: K 4530 überrascht im Praxistest

Verlässlich, randscharf und widerstandsfähig – TTR-Farbbänder von KURZ
Fallstudie
Ein Thermotransfer-Farbband zeigt außergewöhnliche Druckergebnisse auf einer Heißprägeeinheit

Vorweg – nicht unbedingt zur Nachahmung empfohlen: Der erfolgreiche Versuch stellt keine generelle Freigabe der K 4530 für Heißprägeanwendungen dar. Für dieses Verfahren sind speziell entwickelte Codierfolien vorgesehen.

 

Ausgangssituation

Bei einem Hersteller von Fleisch- und Wurstwaren zeigte die bisher verwendete Kennzeichnung nach dem Pasteurisationsprozess nicht mehr die gewohnte Beständigkeit. Insbesondere nach der abschließenden Abkühlung traten Probleme mit der Wischfestigkeit auf.

 

Um die Ursache zu identifizieren, wurde die Anwendung gemeinsam mit den Experten von KURZ TYPOFOL untersucht. Eine Besonderheit: Vor dem Besuch war nicht eindeutig bekannt, welches Kennzeichnungsverfahren tatsächlich zum Einsatz kam – Thermotransferdruck oder Heißprägung.

 

Herausforderung

Zwei Technologien – unterschiedliche Anforderungen

Beide Verfahren nutzen Wärme zur Farbübertragung, funktionieren jedoch unterschiedlich.

 

Beim Thermotransferdruck wird die Farbschicht durch gezielt angesteuerte Heizelemente eines Thermodruckkopfes übertragen. Das Druckbild entsteht digital und ohne feste Druckform.

 

Bei der Heißprägung erfolgt die Farbübertragung dagegen durch einen erhitzten Prägestempel, der die Folie mit mechanischem Druck auf das Substrat presst. Das Druckbild wird durch den Prägestempel vorgegeben. Hierfür werden speziell abgestimmte Codierfolien eingesetzt.

 

Vor Ort zeigte sich: Es handelte sich um eine Heißprägeeinheit. Zusätzlich erschwerten Unebenheiten an der Gegendruckplatte eine gleichmäßige Farbübertragung.

Lösung

K 4530: Ein überraschendes Ergebnis

 

Da zunächst eine Thermotransferanwendung im Raum stand, war das Thermotransfer-Farbband K 4530 für den Praxistest vorgesehen. Obwohl sich die Anwendung als Heißprägung herausstellte, wurde die K 4530 unter realen Produktionsbedingungen getestet – mit überraschendem Ergebnis.

 

Bei 165 °C und 0,3 Sekunden Kontaktzeit entstand ein sehr gutes Druckbild. Besonders auffällig: Die K 4530 glich die vorhandenen Unebenheiten der Gegendruckplatte erstaunlich gut aus. Die eigentliche Bewährungsprobe folgte im Produktionsprozess: Versiegelung bei 145 °C, 20 Minuten Pasteurisation bei 84 °C und anschließende Abkühlung im Wasserbad bei 2–5 °C.

 

Ergebnis

Das Ergebnis: Die mit K 4530 erzeugte Kennzeichnung war auch danach einwandfrei und beständig.

 

Überzeugend – obwohl nicht dafür entwickelt, zeigte der Praxistest:

 

  • Sehr gute Druckqualität auf der Heißprägeeinheit
  • Guter Ausgleich von Unebenheiten der Gegendruckplatte
  • Hohe Beständigkeit über den gesamten Pasteurisationsprozess
  • Überraschende Performance außerhalb des vorgesehenen Einsatzbereichs

 

Damit liefert der Versuch interessante Erkenntnisse über die Leistungsfähigkeit und Robustheit der K 4530.

Fazit

Manchmal entstehen die interessantesten Ergebnisse dort, wo man sie nicht erwartet.

 

Die K 4530 wurde für den Thermotransferdruck entwickelt – und überzeugte im Praxistest dennoch auf einer Heißprägeeinheit.

 

Das macht aus der Heißprägung keine neue Anwendungsempfehlung für die K 4530. Es zeigt aber eindrucksvoll, welche Leistungsreserven in einem leistungsfähigen Thermotransfer-Farbband stecken können. Gleichzeitig unterstreicht der Fall den Wert praxisnaher Anwendungstests: Mit eigener Produktentwicklung und technischem Know-how unterstützt KURZ TYPOFOL dabei, auch ungewöhnliche Kennzeichnungsanforderungen unter realen Bedingungen zu untersuchen.

 

Möchten Sie wissen, ob sich die K 4530 auch für Ihre Heißprägeanwendung eignet?

Service Hotline: +49 3431 57 68 66